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Veranstaltungen und aktuelles

Situation Vereinsheim im Ostpark

Wegen den Umbaumaßnahmen im Ostpark und denen daraus resultierenden Überflutungen können wir unserer Vereinsgelände nicht in dem gewohnten Maße nutzen.  Der Vorstand hat sich daher dazu entschlossen, keine Veranstaltungen in diesem Jahr auf dem Vereinsgelände abzuhalten.

http://www.fr.de/frankfurt/stadtteile/frankfurt-ost/ostpark-in-frankfurt-ostparkweiher-laeuft-ueber-a-1488543?GEPC=s2

Wir sind auch dabei!

 

Politik gestalten! Als Aquarieaner ?

Wir Aquarianer betreiben unser Hobby meistens ungesehen; selbst der engste Nachbar, mit dem wir täglich ein paar Worte sprechen, weiß oft nicht, dass wir im Keller eine Aquarienanlage betreiben.

Wir tragen unser Wissen selten nach Außen und drängen uns nicht auf und so kommt es, dass beispielsweise ein Nachbarsjunge, der sich ein Aquarium wünscht und dann Probleme hat, nicht weiß, ja gar nicht wissen kann, dass zwei Häuser weiter ein erfahrener Aquarianer als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Und wir helfen gern!

Aquarianer sind meistens still und leise wie die Tiere, die sie halten. Vielleicht mögen wir wirklich keinen Lärm. Aber dadurch, dass man uns nicht hört und sieht und wir nicht auf uns aufmerksam machen, haben wir auch keine Lobby.

Ein gut funktionierendes Aquarium ist einfach nicht so auffallend wie der rote Ferrari vor der Tür. Beides Hobbies, aber nur eines wird von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen.

Und das ist es, was wir als Aquarianer dringend ändern müssen! Wir müssen die Öffentlichkeit suchen, denn sonst überlassen wir die öffentliche Meinungsbildung den Organisationen wie Peta oder ganz allgemein dem Tierschutz. Die haben nicht zuletzt eine starke Lobby, weil sie immer wieder lautstark und plakativ auf Missstände hinweisen und  auf die Art suggerieren, es gehe überall so zu, wo – wie in unserem Fall – Fische, Wirbellose oder Echsen gehalten werden.

Wir wollen doch unser Hobby tiergerecht ausüben und tun es in Mehrzahl auch, aber das sieht niemand!

Im Gegenteil: in den Augen der Öffentlichkeit werden wir - wie jetzt geschehen in der „Zeit“ – bloßgestellt und als Tierquäler diffamiert. Reißerische Überschriften generieren viele Klicks und eine einseitige Darstellung verfestigt ein einseitiges Bild.

Anschließend ist es ein Leichtes für die Politik, der Meinungsmache folgend und die Forderungen der Öffentlichkeit bedienend, in dasselbe Horn zu stoßen, uns mangelnden Sachverstand und Tierquälerei vorzuwerfen und immer schärfere Gesetze zu fordern,  obwohl wir als VDA Mitglieder sehr wohl Sachverstand haben.

Nur müssen wir das auch endlich offensiv vertreten!

Also müssen wir raus aus dem Keller, uns auf den Marktplatz stellen und für unser Hobby Gesicht zeigen!

Nennt es meinetwegen „Wutbürger für die Aquaristik“ werden.

Wenn Ihr Euch anschaut, was die EU durch Verordnungen so anrichtet, dann weiß man nicht, was man noch tun soll – tun kann und wo das Alles noch hinführt.

Vor einigen Jahren wurden Haltung, Vermehrung und Handel von Apfelschnecken verboten. In diesem Jahr kam dann wieder eine Liste raus, auf der noch Cabomba draufsteht, eine Pflanze; aber auch der amerikanische Flusskrebs und alle seine Zuchtformen sowie noch viele andere Tiere und Pflanzen sind betroffen. Manchmal weiß ich nicht mehr, ob ich angesichts des Hin und Her lachen oder weinen soll!

Die größte Verrücktheit, die uns zwar nicht betrifft, aber ein gutes Beispiel für den Unsinn mancher Gesetze darstellt, ist die Auflistung des Waschbären. Import, Vermehrung und Handel sind verboten - damit könnte man ja noch leben - aber Tierschützer fordern dann Schonzeiten und Jagdverbot für den Waschbär. Jeder, der bereits einmal mit Verwüstungen durch das possierliche Tierchen zu tun hatte, findet das sicherlich nicht nur nicht komisch, sondern geradezu haarsträubend! Das zeigt doch, wie viel konkretes Wissen über zoologische Themen bei den Zuständigen vorhanden ist.

Wir sollten uns massiv in der Öffentlichkeit zeigen, auf den Plätzen unserer Umgebung und unser Hobby vertreten. Wir müssen informieren, transparent werden und unser Wissen kommunizieren. Wenn wir das Feld unseren Gegnern überlassen, wird uns die Politik – einseitig weichgeklopft - unser Hobby sicherlich sehr, sehr schwer machen.

Vielleicht dürfe wir dann nur noch Goldfische halten. Aber die sind eine invasive Art und die EU wird sie ja dann nach entsprechenden Hinweisen auch verbieten. Solange dürfen wir uns dann noch daran „freuen“.

Viele Tierschutzorganisationen bedienen sich in ihren Auftritten einer sehr emotionalen und unsachlichen Darstellung. Wissen wird nicht vermittelt, aber Hauptsache, das Gefühl kommt an. Das Kätzchen, was halb verhungert in einem Käfig sitzt und der angekettete, niedliche Welpe bewegt natürlich die Menschen und von da ist es nur ein kleiner Schritt zur (vermeintlichen) Erkenntnis, dass der Fisch sich im Aquarium gar nicht wohl fühlen kann –  gezeigt werden dazu wirklich oft kleine Becken oder gleich das berühmte Goldfischglas aus den 60ern des vergangenen Jahrhunderts in Film und Fernsehen.

Nun kommt noch der laute Vorwurf der Wildfänge dazu, die dafür sorgen würden, dass in den Ursprungsländern die Arten aussterben. Brisant allein schon deswegen, weil die Betroffenheit über die Zustände in der dritten Welt aktuell durch die allgegenwärtige Darstellung in den Medien mit Händen greifbar ist.

Und wir möchten vor allen Dingen die zuständigen Politiker zu den Aquarien bekommen, damit sie sich vor Ort und live von unserem Sachverstand überzeugen und erleben können, mit wieviel Freude und Herzblut wir unser Hobby ausüben!

Nur wer komplett informiert ist, kann und darf nach meinem Dafürhalten auch urteilen!

 

VDA – Bezirk Hessen

herbst-16
Bericht über die Herbstbezirkstagung bei der Hottonia in Darmstadt

Am 29 Oktober war es wieder einmal so weit, der Bezirk hatte zur Herbstbezirkstagung eingeladen.

Seit Juli dieses Jahres ist Hessens wohl ältester Aquarienverein, die Hottonia in Darmstadt, wieder Mitglied im VDA und das wollte der Bezirksvorstand nutzen, um da Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Und da die Hottonia jeweils an den Wochenenden, an denen die Uhr umgestellt wird, Börsen abhält, hatten wir abgesprochen, dass unser diesjähriges Treffen im Anschluss an deren Börse im Ausstellungsraum stattfindet.Die meisten angereisten Bezirksvertreter nutzten die Gelegenheit, sich vor Beginn auf dem Vereinsgelände und der Börse umzusehen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Hottonia-Vorsitzenden Peter Sicka begrüßte Michael Wolf die Anwesenden und bereits da wies er, genau wie Sicka auf die Probleme hin, mit denen wir Aquarianer mit unserem Hobby konfron-tiert werden.

Daraufhin übernahm noch einmal Peter Sicka das Wort und brachte uns die lange Geschichte seines Vereines näher, der ja bereits im Jahre 1897 gegründet wurde und er schilderte die recht bewegte Vergangenheit mit all ihren Höhen und Tiefen.

Der erste Referent an diesem Samstagabend war Frank Schäfer vom gastgebenden Verein. Bevor der mit seinem Vortrag „Neuimporte des letzten Jahres“ in der ihm eigenen Art begann, ging auch er ausführlich auf all das ein, was uns als Aquarianer alles erwartet, wenn die Vorstellungen verschiedener Gruppierungen zur künftigen Tierhaltung Wirklichkeit werden.

Diese Vorstellungen reichen ja letztendlich hin bis zum totalen Haltungsverbot und das trifft nicht nur auf unser Hobby zu, es reicht viel weiter.Nach seiner Meinung, die von den Anwesenden geteilt wurde, können wir uns dagegen nur wehren, wenn alle Tierfreunde sich gemeinsam gegen diese Vorstellungen stellen.Das heißt auch, dass wir, und das öffentlich, die da vorgebrachten Argumente, die mit der Wirklichkeit nur wenig zu tun haben, widerlegen. – Und das muss auch gegenüber der Politik geschehen.  In einem Treffen im Februar 2017zwischen dem Bezirksvorstand und der Hottonia werden wir dieses Thema angehen.Ganz wichtig in diesem Zusammenhang, es wird die Unterstützung und auch Mitarbeit aller Vereine gebraucht.Danach begann er seinen Vortrag, bei dem dann vieles zu sehen war, was in einem normalen Zoogeschäft nicht zu finden ist. Neben viel Applaus und Dankesworten gab es noch ein kleines Weinpräsent von der Bergstraße.Der zweite Referent an diesem Nachmittag war Thomas Seehaus von der Elodea Bergstraße mit dem etwas trocken klingenden Titel „Über Sinn und Unsinn der wissenschaftlichen Namensgebung“. Das Ganze in Powerpoint vorgetragene Thema erwies sich dann als gar nicht so trocken. Das zeigte auch die lebhafte Diskussion während des ganzen Vortrages. - Auch ihm wurde am Ende mit Worten und auch flüssig gedankt. Teilnehmer am Treffen                                                                                                                                                                                                                                            Zum Abschluss wurde noch der neue, sehr ausführliche, zweiteilige Ordner des VDA „Sachkundeordner Aquaristik“ für Süßwasser, Meerwasser und Gartenteich vorgestellt. Die ersten Exemplare wechselten bereit den Besitzer.Gegen 19 Uhr konnten alle Teilnehmer die Heimreise antreten. Für die Anwesenden war es ganz sicher ein äußerst interessanter Nachmittag, konnten sie doch dabei auch die toll gestaltete und gut gepflegte Anlage der Hottonia besichtigen. Und vielleicht bringt ja dieser Bericht den einen oder anderen Verein dazu, darüber nachzudenken, künftig mal wieder eine Bezirksveranstaltung zu besuchen.Zur Zeit kann dieser Ordner noch zum Subscriptionspreis bei Manfred Rank geordert werden. Vereine und Einzelpersonen, die sich dafür interessieren, sollten sich deshalb umgehend melden.Unser Dank geht an die Hottonia mit ihrem Vorsitzenden Peter Sicka. Es war ein toller Nachmittag.

Noch ein Hinweis zum Schluss.

Die Regionalgruppe Süd-West der IRG hat am Samstag, 19. November 2016, den bekannten Blauaugenspezialisten Hans Herbert Böck aus Flensburg mit einem Vortrag über Blauaugen zu Gast.

Das Treffen beginnt um 14 Uhr in Heppenheim/Bergstraße im Restaurant Athen am Eingang zur Altstadt durch das Wormser Tor, das sich im nördlichen Teil des Grabens befindet.